In 5 einfachen Schritten zum Weinprofi

IMG_9348Der australische Wissenschaftler Dr. Alex Russell behauptet, dass man in vier Stunden und mit 10 Schritten zum Weinexperten werden kann.

Ich habe seinen Artikel fleißig studiert und behaupte, dass Du in nur drei Stunden und mit 5 noch dazu einfachen Schritten zum Weinprofi werden kannst.

Was ist ein Weinprofi?

Dem aufmerksamen Leser stellt sich die Frage, was einen Weinprofi überhaupt aus macht. Muss ein Weinprofi alle Rebsorten kennen, die es gibt?
Laut Wikipedia  wird bereits seit 7.000 Jahren Wein produziert und es wären auch nur ca. 8.000 – 10.000 Rebsorten.
Muss ein Weinprofi jeden Wein blind am Geschmack erkennen, vielleicht dazu den Winzer oder gar den genauen Weinberg?
Darf ein Weinprofi sich beraten lassen oder muss er Alles selbst wissen?

Nein, dass muss ein Weinprofi nicht können. Selbst studierte Weinbauern oder Sommeliers können das nicht immer.

Nach meiner Auffassung sollte ein Weinprofi die Art Wein beschreiben können, die er gerne trinken mag. Er sollte ein Gefühl dafür haben, welcher Wein zu welchem Anlass passt.

Das lässt sich dann tatsächlich in drei Stunden und mit den folgenden Schritten leicht erreichen.

Die 5 Schritte

  1. Probiere unterschiedliche Weine aus verschiedenen Rebsorten und Regionen.
    Es ist noch Niemand Weinexperte geworden, der immer den gleichen Wein getrunken hat. Ich bestelle daher oft nur 0,1 l Wein (oder ein Achtel), damit ich unterschiedliche Weine an einem Abend verkosten kann.
  2. Trinke Weine mit Charakter.
    Du kannst mit sehr günstigen Weinen starten. Aber diese sind durch industrielle Großproduktion häufig sehr gleichförmig. Man könnte sogar sagen flach.
    Ein bisschen solltest Du also schon ausgeben, wenn Du mehr über die Vielfalt und den Charakter von Wein wissen möchtest.
  3. Schließe Deine Augen. Dann vergleiche die Aromatik der Weine direkt mit frischem Obst, Kräutern und Gewürzen. Häufig stehen ein paar Angaben zur Aromatik eines Weines auf dem Etikett und zu allen gängigen Rebsorten gibt es Artikel auf Wikipedia.
    Meine Lieblingsweißweinsorte Sauvignon blanc hat häufig pikante Johannis- und Stachelbeeraromen und duftet gerne auch mal nach frisch gemähtem Gras. Manchmal findet sich auch das Aroma von grüner Paprika.
  4. Entwickle Deine eigene Weinsprache!
    Winzer, Weinkritiker und Sommeliers verwenden eine Vielzahl von Fachbegriffen und bereits in Antike gab es spezielle Worte für die Weinverkoster. Viel wichtiger als Fachbegriffe ist die Fähigkeit dem eigenen Geschmackserlebnis durch Analogien und Sinneseindrücke Ausdruck zu verleihen. Damit verlässt Du automatisch den Bereich, wo ein Wein nur schmeckt oder eben nicht schmeckt.
  5. Lese, lerne und frag Weinexperten.
    Ein Weinprofi trinkt nicht nur jede Menge leckeren Wein, sondern hat auch ein grundlegendes Verständnis für seine Entstehung und die Arbeit eines Winzers.
    Dazu gibt es viele Informationen im Internet und tolle Weinbücher.

Mach es Dir leicht!

Wenn Du in netter Umgebung mit tollen Leuten mehr über Wein erfahren möchtest, dann komm einfach zu einem meiner nächsten Weinseminare.

Alexander

About the Author

Alexander

Unterwegs im Auftrag des Weines... Die Liebe zum Wein wurde mir schon in die Wiege gelegt, als sich meine Eltern auf dem Weinfest in Volkach kennen gelernt haben. Als Kommunikationstrainer und begeisterter Netzwerker bin ich heute in der Welt unterwegs auf der Suche nach immer neuen Geschichten und feinen Köstlichkeiten.

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