Garaus für die Schmierlaus

Am Samstag bin ich spontan nach Heidelberg gefahren, weil meine Schwester guter Hoffnung war. Allerdings hat sich meine kleine Nichte noch etwas Zeit gelassen und so durfte ich entspannt den Tag im wunderschönen Heidelberg verbringen. Ein toller Tipp von meiner Mutter brachte mich zum Landgut Lingental. Das Landgut ist das historische Kerngut von Leimen-Lingental, etwa 5 km südlich von Heidelberg auf dem Ausläufer des Königstuhls gelegen.

Landgut Lingental

Es beherbergt mehrere Restaurants, eine Blumenwerkstatt und für den Weinpunk von besonderem Interesse die Vinothek Laibach & Seeger. Schnurstracks steuerte ich darauf zu und hatte die Rosé-Probe vom Vortag nur knapp verpasst. Ein paar leckere Reste bekam ich noch zu kosten.
Nach ein paar kleinen Gläschen kam ich mit dem Inhaber Felix Kühner ins Plaudern und er erzählte mir spannende Geschichten von seinen Weinen. Das Weingut Laibach in der Nähe von Stellenbosch in Südafrika wurde von seinem Großvater 1994 gekauft und wird aktuell von seiner Mutter geführt. Mit dem Weingut Seeger aus Leimen verbindet die Familie eine lange Freundschaft.

Die Familie Seeger wird erstmals 1655 als Weinbauern urkundlich erwähnt. Das Weingut wird 1707 von Andres Seeger gegründet.

 Gute Weine aus aller Welt

Mir ist sofort positiv aufgefallen, dass es nicht nur Weine von diesen beiden Weingütern gibt, sondern auch feine Tropfen aus ganz Deutschland, Österreich, Italien und manche Länder mehr.
Herr Kühner hat mir mit Freude berichtet, dass es in jedem Land der Welt, in dem Wein produziert wird, mindestens einen guten Winzer gibt. Besonders angetan war zuletzt von einem feinen Tropfen aus Griechenland.
Es gibt also neben den Weinen der beiden Familien handverlesene Weine befreundeter Winzer aus aller Welt.

 Family Business

Natürlich wollte ich dann die Familienweine probieren und bekam zwei leckere Weißweine ins Glas. Nummer eins bestand hauptsächlich aus Chardonnay und wurde abgerundet mit Chenin blanc und Viognier. Chenin blanc ist die wichtigste Weißweinsorte in Südafrika und daher gab es den auch bei meinem Weinseminar „Eine Reise um die Welt.
Der Wein soll perfekt zu Lachsnudeln passen und daher hab ich mir gerne ein Fläschchen mitgenommen.

Der zweite Wein war ein sortenreiner Chenin blanc und hat mir auch vorzüglich geschmeckt.

 Biologische Kriegsführung

Zum Schluss wollte ich gerne wissen, warum die Weine Ladybird heißen?

Foto 01.06.15 14 44 25Ladybird heißt Marienkäfer. Ein spezielles Problem haben die Winzer in Stellenbosch mit der Schmierlaus. Diese setzt sich auf die Trauben und man kann keinen Wein mehr daraus machen.

Nun gibt es in Stellenbosch einen Insektenzüchter, der Marienkäfer an die Winzer verkauft, die die Schmierläuse fressen. Die Marienkäfer werden in speziellen Kästen verkauft, in denen der Winzer die „Ladybirds“ noch weiter vermehren und dann auf den Weinbergen aussetzen kann.

Mit einem Schmunzeln fügt Felix Kühner hinzu: „Damit hat nur einer ein Problem und das ist die Schmierlaus.“

Mit einem prall gefüllten Karton verlasse ich heiter seinen Laden und er lässt es sich nicht nehmen, mir meine neuen Schätze persönlich zum Auto zu bringen.

Neben den beiden Weinen von Laibach habe ich noch einen Sauvignon blanc aus Südafrika, einen Grünen Veltliner aus Österreich und einen Pinot Meunier aus Deutschland erworben.

Wenn Du wissen möchtest, wie mir die Weine geschmeckt haben oderallgemein mehr über Wein erfahren möchtest, dann melde Dich am besten direkt zu meinem nächsten Seminar an: Weinseminar am 04.07.2015 – Spanien.

Alexander

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Alexander

Unterwegs im Auftrag des Weines... Die Liebe zum Wein wurde mir schon in die Wiege gelegt, als sich meine Eltern auf dem Weinfest in Volkach kennen gelernt haben. Als Kommunikationstrainer und begeisterter Netzwerker bin ich heute in der Welt unterwegs auf der Suche nach immer neuen Geschichten und feinen Köstlichkeiten.

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